Handwerk und Industrie in Schluchtern

Nach 1945 bis 1970 gab es in Schluchtern folgende Unternehmen, Handwerksbetriebe und sonstiges Gewerbe:

Nach 1945 bis 1970 gab es in Schluchtern folgende Unternehmen, Handwerksbetriebe und sonstiges Gewerbe:

Industrie

K & E Geßmann Mühle
Hierzu gibt es beim Ortsrundgang Schluchtern eine besondere Tafel.  --> zu den Infos
1933 wurde die Mühle weitgehend modernisiert und 1951 auf automatischen Betrieb mit pneumatischer Förderung umgestellt.
Bei der Mühle wurde in den Jahren 1949 das Büro und das Lager, 1952 die Turbinen, 1956 ein zusätzliche Gebäude und 1958 das Silo mit einem Fassungsvermögen von 1000 t gebaut.

 

August Geßmann
Die Holzwarenfabrik wurde 1913 gegründet.
Die Produkte waren nach dem ersten Weltkrieg Stickrahmen aus Holz mit einem großen Exportanteil und Geräte für Handarbeit (Webrahmen usw.).
Im zweiten Weltkrieg wurde die Produktion umgestellt. Es wurden Aluminiumteile für die Flugzeugindustrie hergestellt.
In der Notzeit, nach dem 2. Weltkrieg, überbrückte die Firma die Zeit mit der Herstellung von vielerlei landwirtschaftlichen Geräten, einer Kleiderknopffabrikation aus Holz, Holzteller und Spinnrädern.
1949/50 wandte man sich erneut dem alten Programm der Produkte zu und fertigte wieder Webrahmen und auch Gesellschaftsspiele.
Außerdem wurden später für die Elektroindustrie Produkte gepresst. Der Presswarenteil verzog 1964 auf die Gemarkung Großgartach.

  

Wilhelm Geßmann
Der Bruder von Karl, Emil und August verlagerte schon im Jahr 1942 ein Teil seiner Firma Elektrobau (EBC) von Stuttgart Bad- Cannstatt nach Schluchtern und fertigte Punktschweißmaschinen zusammen mit August Geßmann in der früheren Zigarrenfabrik von A. Kirchhausen.
1944 wurde die Firma Elektrobau von Stuttgart nach Schluchtern nach der Bombardierung Stuttgarts evakuiert.
Es wurden Schaltgeräte wie Nockenschalter, Schrittschaltwerke und Hebezeugschaltgeräte hergestellt.
1947/1948 und 1951 wurde ein Fabrikgebäude erweitert.
Das Unternehmen wurde bekannt, da es für die Kugeln des Atomiums bei der Weltausstellung 1958 in Brüssel die Schaltung für die Außenbeleuchtung lieferte.

 

Hermann Gilbert
Der Gründer begann 1926 mit der Herstellung von Beschlägen und Verschraubungen für Stickrahmen.
1933/34 stellte er den Betrieb auf die Herstellung von Kleinleuchten, Buchleselampen und Nähleuchten um. Auch hier erfolgte im 2. Weltkrieg eine Produktänderung auf die Herstellung von kriegsrelevanten Gegenständen (Granatzünder).
Nach dem 2. Weltkrieg hielt man den Betrieb durch die Herstellung von Kleiderknöpfen aus Kunstharz über Wasser.
1948 wurde die Fabrik erweitert. 1949 kehrte man zum alten Produktprogramm, der Herstellung von Leuchten, zurück.

 

Bekleidungswerk Schluchtern Harder
Das Unternehmen wurde 1948 gegründet. Die erste Produktion von Produkten fand auch in dem früheren Gebäude der Zigarrenfabrik A. Kirchhausen statt. Die ersten Produkte wurde aus der Verwertung von amerikanischer Armeeausrüstung hergestellt, u.a. Kinder-Seppl-Hosen aus Zelttuch.
1953 wurde ein Fabrikgebäude erstellt.
In der Fabrik wurde später dann Spezialkleidung aus Leder und imprägnierten Stoffen hergestellt. Dies waren u.a.: Lederhosen, Ledermäntel, Lederjacken und Anzüge.

 

Hoppe/Emil Hutt, heute Bühler, vorher Bepex
1947 wurde eine Scheune in eine Fabrik umgebaut und Formautomaten hergestellt.
1951 erfolgte eine Vergrößerung des Gebäudes, Teilhaber Hoppe schied aus und Emil Hutt war Alleininhaber.
Es handelte sich um eine Maschinenbaufabrik.
Hergestellt wurden Maschinen für die Lebensmittelbranche u. a. Fertigung von Schokoladeriegel und Bonbons. Eine andere Produktlinie war die Herstellung von Granulierungs- und Kompaktiermaschinen für die chemische, pharmazeutische und Kunststoff verarbeitende Industrie.
Hutt Automaten
Das Unternehmen war das erste, das sich auf der Gemarkung Großgartach ansiedelte. Der Anlass u. a. war, dass eine Explosion im Fabrikgebäude in Schluchtern stattfand.
Emil Hutt wurde als Fußgänger auf der B 293 von einem Auto angefahren und verstarb nach diesem Unfall.

 

Otto Layer
Das älteste Unternehmen war die Seifenfabrik Otto Layer. Sie wurde bereits 1885 als Firma Schwarzwälder und Sohn gegründet. Der Eigentümer verkaufte 1938 die Firma und das Gebäude an Otto Layer und emigrierte in die USA.
Das Unternehmen stellte Industrieseifen-, Wachs- und Parfümerieartikel her.
Schwarzwaelder u Sohn

Handwerk

Christian Aichert , Wagnerei
Emil Boger, Hoch-und Tiefbau
Franz Heidl, Zimmergeschäft
Alois Heinzmann, Malergeschäft u. Farbenverkauf
Heinrich Hessert, Schreinerei, Innenausbau, gegründet 1865
Gustav Hutt, Glaserei u. Fensterbau
Walter Hutt, Fahrrad und Autoreparatur
Wilhelm Kolleth, Gipsergeschäft
Karl Lutz, Kfz Reparatur-Werkstätte
Herbert Lechner, Friseurgeschäft
Otto Reinhold, Sattler- und Postergeschäft
Richard Rudolph, Orthopädische Maß- und Reparatur-Werkstatt, Schuhverkauf
Heinz Reiner, Elektro- und Radiogeschäft
Alois Pfoh (Bergschmied) Schmid, Hufschmied
Manfred Schampera, Malergeschäft und Farbenverkauf
Anton Schaul, Schuhreparaturen
Walter, Bäckerei
Wilhelm Weinreuter, Flaschnerei
Wilma Wolff, Friseurgeschäft

Handel und Metzgereien

Dolch, Gärtnerei
Richard Eberle, Bäckerei und Kolonialwaren
Heckel, Konsum Lebensmittel
Hutt, Lebensmittel
A. Fränznick & Sohn. Metzgerei --> zu weiteren Infos 
Karl Mägerle, Metzgerei --> zu weiteren Infos
Pfleger u. Getto, Lebensmittel und Feinkost
Paul Sauter, Textilverkauf
Wihelm Weinreuter, Haushaltswaren

Sonstiges

Rosa Heckel, Mosterei
Eckehard und Konrad Heckel, Gärtnereiartikel
Anna Rosa Krieger, Wäscherei
Pfoh, Mosterei
Sprenger, Wäscherei
August Weinreuter, Transport und Fernverkehr, Spedition
Ottmar Weinreuter, Fuhrunternehmen
Viktor Weinreuter, Drescherei, Kohlenhandel, Transporte

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Lokale Agenda 21

Arbeitskreis LebensRaum
Eine Initiative für die Stadt Leingarten


Agenda ist ein lateinisches Wort und bedeutet "Was zu tun ist". Die Zahl 21 steht für das 21. Jahrhundert.

Der Arbeitskreis LebensRaum beschäftigt sich u.a. mit der Historie der beiden ehemaligen Orte Großgartach und Schluchtern und den Besonderheiten der heutigen Stadt Leingarten. Es ist ein natürlicher Prozess, dass das Wissen über die Vergangenheit verblasst und allmählich verschwindet. Dieses Wissen zu bewahren und zusammen mit den heutigen Merkmalen dieser Stadt jedem zugänglich zu machen, sind Teile der Aufgaben des Arbeitskreises. Daraus entstand die Idee für diese Homepage.

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"Aus erlebter Vergangenheit beginnt Geschichte zu werden" 
Roman Herzog

Leingarten hat eine Jahrtausend lange Geschichte, die wir mit der Lokalen Agenda 21 aufbereiten und der Bevölkerung digital zugänglich machen wollen.

Erlebte Vergangenheit hat jeder Bürger der Stadt Leingarten. Viele wissen etwas zu erzählen, was in der Vergangenheit so war - und wir müssen aufpassen, dass dieses Wissen nicht verschwindet.

Deshalb - wenn Sie historische Bilder, Geschichten oder Unterlagen von den beiden ehemaligen Dörfern Großgartach und Schluchtern haben, wären wir dankbar, davon eine digitale Kopie anfertigen zu können.

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Museum "Altes Rathaus"

des Heimatvereins Leingarten



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Dann besuchen Sie doch einmal das Museum im Alten Rathaus, das im Jahre 2020 einen Erweiterungsbau bekommen hat.
Infos: Webpage Heimatverein Leingarten