Harchenburg

Ungefähr 1,5 km westlich der Heuchelberger Warte auf einer nach Nordwesten vorspringenden Bergnase liegt der Ringwall Harchenburg auf drei Seiten von Wald umgeben und nach Südwesten in steile Weinberge abfallend. 

Eine Urkunde aus dem Jahr 1444 erwähnt zum ersten Mal eine "Harchenburg", im Volksmund "Alte Burg" genannt.

Das Wort "Burg" bedeutet hier einen "abgelegenen Zufluchtsort". Es handelt sich um einen Ringwall, der auf einer Bergnase liegt. Ein "Halsgraben" schnitt den vorderen Teil vom Bergrücken ab. Dahinter erhob sich ein Wall aus Stein und Erde, der rund um den Steilabfall lief.
Es gibt unterschiedliche Thesen über die Wallanlage. Die Anlage wird den Kelten zugeschrieben. Die Errichtungszeit wird auf die Mitte des 10. Jh. geschätzt, als die Reiterscharen der Ungarn weit in unseren Raum eindrangen, Wimpfen, Sogar Speyer und Worms erreichten, bis sie, 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld, von Otto I. endgültig geschlagen, sich auf ihr Kernland zurückzogen. Darauf deuten die tiefen Gräben und die Bauform hin. Sie soll als Fliehburg der Bürger aus Schwaigern, Schluchtern und Großgartach gedient haben.

Der Flächeninhalt betrug rund 25 ar. Der Ringwall wurde nach Alfred Schliz vor 3.000 bis 4.000 Jahren angelegt, während die Mörtelmauer erst im Mittelalter dazu kam. Diese Altersangabe konnte aber nie durch Funde belegt werden. 

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Topographische Aufnahme von 1905  Ringwall 

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Agenda ist ein lateinisches Wort und bedeutet "Was zu tun ist". Die Zahl 21 steht für das 21. Jahrhundert.

Der Arbeitskreis LebensRaum beschäftigt sich u.a. mit der Historie der beiden ehemaligen Orte Großgartach und Schluchtern und den Besonderheiten der heutigen Stadt Leingarten. Es ist ein natürlicher Prozess, dass das Wissen über die Vergangenheit verblasst und allmählich verschwindet. Dieses Wissen zu bewahren und zusammen mit den heutigen Merkmalen dieser Stadt jedem zugänglich zu machen, sind Teile der Aufgaben des Arbeitskreises. Daraus entstand die Idee für diese Homepage.

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